Bild des Monats

November 2020: Gedenkstein für J. H. Chr. Nonne

Johann Heinrich Christian Nonne (1785-1853). Als junger Pfarrer erlebte er 1813 in Drevenack bei Wesel die Befreiung Deutschlands von Napoleonischer Herrschaft. In dieser Zeit schrieb er das Lied "Flamme! empor - ...", in dem er nach der verheerenden Völkerschlacht bei Leipzig seine starke Anteilnahme an der Vertreibung Napoleons zum Ausdruck brachte. Nonne war von 1815-1852 Pfarrer der lutherischen Gemeinde Schwelms und 1835-1841 der erste Präses der neu eingerichteten Westfälischen Provinzialsynode. Als Schriftsteller veröffentlichte er zahlreiche Gedichte und Erzählungen. Während seiner Amtszeit in Schwelm erlebte er gleich mehrere einschneidende Ereignisse, die ihn viel Kraft gekostet haben: Der Predigerwahl-Streit 1836, bei der es fast zur Spaltung der Gemeinde gekommen wäre, der Brand und die völlige Zerstörung der lutherischen Kirche 1836, die Erbauung der heutigen Christuskirche 1842-1849 und schließlich die katastrophale wirtschaftliche Situation in Deutschland, die die Revolution von 1848/49 zur Folge hatte. Nonne war nicht verheiratet. So ließen seine Freunde ein Grabmal für ihn auf dem Friedhof an der Wilhelmstraße aufstellen. Inschriften und Dekor am Stein wie Harfe und Flamme halten die Erinnerung an einen Seelenhirten, einen Diener des Herrn und an den Dichter Nonne wach. Der Stein wurde im Jahr 2003 restauriert und nahe der Martfelder Kapelle neu aufgestellt.


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