Max Klein

Ehrenbürger Max Klein

Schwelm, Neustraße

Bildpostkarte Schwelm,"Neustraße", 1903. Rechts das Wohn- und Geschäftshaus Max Klein, Ostenstr. 1 und 2.

Max Klein wurde am 22. September 1861 als Sohn von Wilhelm und Sophie Klein, geb. Arntz in Schwelm geboren. Er übernahm als Kaufmann das elterliche Geschäft für Textilwaren an der Ostenstraße und heiratete Aenni Krüger (geb. 28.10.1863, gest. 13.07.1938), Tochter des Lüttringhauser Arztes Karl-Friedrich Krüger.

Bereits 1782 hatte sein Urgroßvater das Geschäft „Klein und Troesken“ gegründet. Der Gedenkstein der Großeltern väterlicherseits, Gottlieb und Regine Klein, befindet sich ebenfalls auf dem Rasenfeld vor der Trauerhalle.
Im Jahr 1899 stiftete Sophie Klein, Witwe von Wilhelm und Mutter von Max Klein, dem 1896 gegründeten Verschönerungsverein Schwelm ein Gelände und 1.000 Mark. Aus Dankbarkeit erhielt sie die Ehrenmitgliedschaft. Bereits im Folgejahr war das Gelände in eine parkähnliche Anlage mit Toren und Drehkreuzen hergerichtet. 1921 benannte man den Park nach der Stifterin „Sophienhöhe“.
Aus einem Inserat, erschienen in dem Einwohnerbuch des Kreises Schwelm, Gevelsberg 1926, erfahren wir mehr über das angebotene Sortiment des Textilhauses Max Klein: „Max Klein Manufaktur-, Modewaren- und Konfektionsgeschäft, Bettstellen, Matratzen, Betten. Ostenstr. 1 u.2, Tel. (?) 123. Spark.-K. 63, Postsch.-K.: Köln 10763.“

Als Bürger der Stadt stellte sich Max Klein schon früh auch für Ehrenämter zur Verfügung. 1899 wurde er Stadtverordneter und bekleidete dieses Amt bis nach dem 1. Weltkrieg. Im Rat der Stadt Schwelm gehörte er von 1900 bis 1933 der Baukomission bzw. dem Bauausschuss an.

 

1899 wählte man Max Klein nach dem Tod des Stadtbaumeistes Clef als Beisitzer in den Vorstand des drei Jahre zuvor gegründeten Schwelmer Verschönerungsvereins. Schon, bald, 1903, wurde er stellvertretender Vorsitzender, bis er 1915 das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm. Er übte dieses Amt bis 1946 aus und war damit fast 50 Jahre im Vorstand des Verschönerungsvereins tätig.
Darüber hinaus übernahm Max Klein 1909 den Vorsitz des neu gegründeten Schwelmer Ortsverbandes des SGV (Sauerländischer Gebirgsverein).

Durch seine langjährige Arbeit im Vorstand des Verschönerungsvereins prägte Max Klein diesen nachhaltig. Noch heute verbindet man mit seinem Namen die Ankäufe von Gelände, Wälder, das ausgebaute Wegenetz oder die zahlreichen Bänke, die Wanderern Erholung bieten.

Für seine Verdienste ernannte ihn die Stadt Schwelm anlässlich seines 75. Geburtstages am 22. September 1936 zum Ehrenbürger der Stadt und erneuerte diese Ehrung nach dem Krieg 1946. Max Klein starb am 28. Januar 1949. Eine Straße wurde nach ihm benannt.


(Quellen: Wiethege, Dieter: Verschönerungsverein Schwelm 1896-1996, Festschrift aus Anlaß seines 100jährigen Bestehens, Schwelm 1996. Rudolph, Heike, und Kübler, Doris: Journal für Schwelm, Nr. 87, 2012/2013. Foto des Grabsteins: A. Peter, 2016)


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