Dr. Wilhelm Tobien

Ehrenbürger Dr. Carl Wilhelm Alexander Tobien

Dr. Carl Wilhelm Alexander Tobien

Gründer des Schwelmer Museums 1890

26. Januar 1837 in Puschdorf / Ostpreußen bis 10.09.1911, Schwelm

Bekannt wurde Dr. Wilhelm Tobien insbesondere als (Mit-) Begründer des Vereins für Heimatkunde im Jahr 1890. Zur Vorbereitung des 300-jährigen Jubiläums der Stadtrechtsverleihung schrieb er nicht nur eine ausführliche Geschichte Schwelms mit dem Titel „Bilder aus der Geschichte von Schwelm – Nach den Überlieferungen aus den Archiven“, sondern sammelte mit Gleichgesinnten wie Jakob Theisen Gegenstände aus der Schwelmer Bevölkerung für eine „Altertumsausstellung“. Diese wurde von den Schwelmer Bürgern mit derartiger Begeisterung angenommen, dass es noch während der Ausstellung am 16. Juni 1890 zur Gründung des Vereins für Heimatkunde kam, der die Sammlung als Museum betreuen sollte. Auch rettete er wichtige Dokumente sowie den Nachlass von Peter Heinrich Holthaus und sicherte sie als Stadtarchiv.

Dr. Wilhelm Tobien war mit Emilie Ziegner (1852-1926) verheiratet. Viele Jahre wohnten sie in einem Schieferhaus in der oberen Schulstraße, Ecke Bismarckstraße. 1869 wurde er Oberlehrer an der höheren Bürgerschule in Schwelm. Er gründete 1872 die Volksbibliothek – die heutige Stadtbücherei, 1874 folgte der Bildungsverein. Von 1892 bis 1904 war er Direktor des Realprogymnasiums.

Über Jahre leistete Dr. Wilhelm Tobien fundamentale Arbeit zur Stadt- und Regionalgeschichte, verfasste zahlreiche heimatkundliche Schriften, so auch die „Geschichte der lateinischen Schule in Schwelm 1597-1897“, pädagogische Schriften und auch Schauspiele.

 


Am 4. April 1891 wurde er als Ehrenbürger der Stadt Schwelm ausgezeichnet. 1911 starb er in Schwelm. Sein Grabstein ist eine Neuanfertigung, da das Original Ende der 1970-er Jahre auf dem Friedhof an der Bahnhofstraße zerstört wurde.


(Quelle: Helbeck, Gerd; 1890 bis 1990: Hundert Jahre Verein für Heimatkunde Schwelm; in: Beiträge zur Heimatkunde der Stadt Schwelm und ihrer Umgebung; 40. Heft, 1990. Foto: A. Peter 2016)


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